Frisch gepresste Säfte – Haltbarkeit verlängern

Frisch gepresste Säfte sind sehr gesund und vor allem auch lecker. Wer den frischen Saft herstellt, hat außerdem den Vorteil zu wissen, was genau alles im Saft drin ist. Man kann auf Zuckerzusätze verzichten, ebenso auf Konservierungsstoffe. Obwohl gerade letzteres die Leute beschäftigt. Denn natürlich könnte man den Saft sofort trinken, gesünder geht es gar nicht. Aber meist möchte man auch gerne Saft für später haben und diesen nicht jeden Tag frisch zubereiten müssen. Schon gar nicht, wenn man seine Ernte unbedingt verarbeiten muss. In dem Fall spielt die Haltbarkeit dann doch eine große Rolle. Vor allem kann man so auch außerhalb der Saison seinen eigenen Saft genießen. Die Haltbarkeit verlängern zu können, wenn es um frisch gepresste Säfte geht, ist gar nicht so schwer, wie man denkt.

Frisch gepresste Säfte Haltbarkeit verlängern

Die Saft Haltbarkeit

Die Haltbarkeit der Säfte bringt auch automatisch eine Minderung der Vitamine/Nährstoffe mit sich. Oft hat man aber doch noch genug Vitamine und einen gesünderen Saft aus dem Laden. Daher entscheiden sich auch immer mehr Leute, den eigenen Saft zu produzieren. Der Vitamingehalt wird durch Sauerstoff gemindert. Das ist der wichtigste Punkt, den man beachten muss, wenn es um die Saftherstellung geht. Alleine beim Auspressen entsteht Sauerstoff und ein Teil der Vitamine gehen verloren. Dies ist aber kein Grund zur Sorge, es gibt ja trotzdem gesunde Inhaltsstoffe. Man muss nur noch schauen, wie man den Saft richtig lagert, wenn man ihn nicht am gleichen Tag trinken möchte.

Erhöhen der Haltbarkeit

Saft kann haltbar gemacht werden, das fängt schon damit an, dass man den richtigen Entsafter dafür verwendet. Mit einem Dampfentsafter, wo zwar auch durch das Erhitzen einige Vitamine verloren gehen, macht man den Saft aber haltbarer. Wichtig ist, dass wenig Sauerstoff aufkommt. Aber zu viel Hitze ist auch nicht gut, weil die Vitamine zerstört werden. Von daher empfiehlt sich ein Gerät, welches niedrige Umdrehungszahlen hat und somit gut zu den Vitaminen ist.

Zentrifugenentsafter bringen viel Sauerstoff in den Saft, haben aber den Vorteil, dass das Kaltpressverfahren schonend ist. Diese Geräte sind recht günstig, aber ehrlich gesagt nichts für Menschen, die Saft haltbar machen möchte. Aus diesem Entsafter muss der Saft schnell getrunken werden. Hier muss auch erwähnt werden, dass grüne Säfte nicht haltbarer gemacht werden sollten. Sie haben einen hohen Chlorophyllgehalt und müssen deshalb immer frisch verzehrt werden.

Kommen wir aber zurück zur Haltbarkeit von Säften. Vitamin C ist sehr gut als natürliches Konservierungsmittel. Der Saft wird durch das Vitamin C länger haltbar, deshalb findet man in Säften aus dem Geschäft oft als Inhaltsstoff die Zitronensäure oder die Ascorbinsäure. Auch privat sollte man die Haltbarkeit verlängern, indem man auf jeden Fall Vitamin C in die frisch gepressten Säfte gibt.

Die richtigen Aufbewahrungsmethoden

Haltbarkeit von SaftWichtig ist nicht nur, wie der Saft entsteht, sondern auch, wie man ihn aufbewahrt. Verschließbare Glasbehälter sind die richtige Art, um wenig Luft an den Saft heran zu lassen. Aber auch hier kann man den Saft meist nur drei Tage trinken. Wenn der Saft haltbarer gemacht werden soll, muss man ihn auf jeden Fall pasteurisieren, die Zitronensäure alleine reicht hier nicht aus. Bei der Erhitzung (Pasteurisierung) wird der Saft erhitzt, dabei werden Bakterien und Hefepilze abgetötet. Der Saft muss allerdings bei 72 Grad erhitzt werden und das nicht nur kurz, sondern mindestens für 20 Minuten. Danach sollte der Saft in Glasflaschen gefüllt werden. Wer es eilig hat, füllt den Saft vorher in Glasflaschen und erhitzt den Saft direkt in den Glasflaschen. Übrigens müssen auch die leeren Flaschen vorab gründlich gereinigt werden, dies macht man oft bei 120 Grad im Ofen. So werden die Flaschen perfekt sterilisiert. Der pasteurisierte Saft ist übrigens ein ganzes Jahr haltbar. Hier empfiehlt es sich, Etiketten mit dem Herstellungsdatum aufzubringen. Ansonsten vergisst man zu leicht, wann man welchen Saft zubereitet hat. Saftflaschen kann man übrigens kaufen und auch wenn der Saft pasteurisiert ist, sollte er am besten an einen dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Der Keller ist hier oft die perfekte Lösung.

Saft einfrieren

Erst einmal klingt es etwas merkwürdig, aber doch kann man den Saft nach der Herstellung in Tiefkühlbeutel schütten und dann sofort einfrieren. Somit macht man seinen Saft ebenfalls für ein Jahr haltbar. Das Einfrieren ist die leichteste und schonendste Art für den Saft und für die Konservierung. Immerhin kann man so auf die Keimabtötung verzichten und hat weniger Arbeit. Um den Saft besser lagern zu können, kann man auch Tetrapacks reinigen, den Gefrierbeutel dann darin unterbringen und dann mit dem Saft befüllen. Möchte man seinen Saft trinken, lässt man ihn in Ruhe auftauen und darf ihn gleich genießen. Im Sommer kann man den Saft sogar noch mit ein wenig Eis darin trinken, muss ihn also nicht unbedingt vollständig auftauen lassen und hat so eine willkommene Abkühlung.

Alles an Zubehör immer perfekt reinigen

Bei der Saftherstellung muss man immer auf Reinlichkeit achten. Nicht nur bei dem Entsafter, sondern vor allem bei den Tetrapacks und Flaschen, in die man den Saft abfüllen möchten. Selbst wenn man die Tetrapacks noch mit den Gefrierbeuteln auslegt, sollten diese trotzdem ordentlich sauber gemacht werden. Dann kann man seine Saft für sich genießen.